Die A8 München-Salzburg


Die A8 von München Richtung Salzburg war das 2. Projekt, das von den "Reichsautobahnen" in Angriff genommen wurde. Der Baubeginn wurde propagandistisch als "Beginn der Arbeitsschlacht" definiert und dementsprechend mit einer pompösen Spatenstichfeier am 21. März 1934 in Unterhaching bei München begangen.
Schon nach etwas mehr als einem Jahr konnte der erste Abschnitt durch die ebenen Waldgebiete südöstlich von München für den Verkehr freigegeben werden. Nach Holzkirchen wird die Topographie schwieriger. Der Baufortschritt war ab hier daher etwas bescheidener. Mit der Mangfallbrücke bei Wayarn wurde die erste Großbrücke der "Reichsautobahnen" verwirklicht. Weiter östlich geriet der Bau dann doch immer aufwändiger, sodass zwischen Siegsdorf und Bad Reichenhall in einem Sparquerschnitt von 17 m gebaut wurde, der auch heute noch weitgehend erhalten ist.
Eröffnungsdaten der heutigen A8 München bis Grenze Walserberg
 
Streckenabschnitt Länge in km Eröffnungsdatum
AS München-Ramersdorf – AS Holzkirchen

26

29.06.1935

AS Holzkirchen – AS Wayarn

6

11.01.1936

AS Wayarn – Apfelkam (heute AS Achenmühle)

33,4

23.05.1936

Apfelkam (heute AS Achenmühle) – AS Traunstein/Siegsdorf 35 17.08.1936
AS Traunstein/Siegsdorf – AS Bad Reichenhall

22,5

30.10.1937

AS Bad Reichenhall – Behelfs-AS Schwarzbach

2,3

1938

Behelfs-AS Schwarzbach – Bundesgrenze D/A

0,7

13.09.1941

Die Autobahn München-Salzburg war als Ferienstraße konzipiert. Man sollte von München schnell und bequem zum Chiemsee und in die Berge gelangen können. Überdies sollte die Schönheit der Landschaft den Reisenden vor Augen geführt werden. Die Linienführung der Autobahn wurde so gewählt, um sie nach einer damals weit verbreiteten Philosophie zum Teil der Landschaft werden zu lassen. Die Ursprünge dieser Gedanken stammen übrigens aus den USA, wo schon 20 Jahre zuvor die ersten "Parkways" als Ausflugsstraßen geplant wurden.
Die heutige Strecke zwischen Rosenheim und der Grenze entspricht längst nicht mehr den heutigen Erfordernissen einer Autobahn. Zudem sind viele Brücken schon an der Grenze ihrer Lebenszeit angekommen. Dennoch verzögert sich die schon vor 20 Jahren angekündigte Erneuerung immer wieder. Der in diesem Zusammenhang geplante durchgehende sechsstreifige Ausbau zwischen Rosenheim und der Grenze wurde mittlerweile auf den Abschnitt bis Bernau am Chiemsee zusammengekürzt.
 
Bilder in der Reihenfolge von München zum Inntaldreieck
Bilder in der Reihenfolge vom Inntaldreieck nach Salzburg
Die Aufnahmen stammen vom Juni 2003 und Juli 2004.

Nur 2 km östlich des Inntaldreiecks liegt die AS Rosenheim (102).

Bis knapp östlich der AS Rosenheim wurde die A8 schon für eine 6-streifige Verkehrsführung ausgebaut.

Starker Rückreiseverkehr Richtung München an einem Sonntag-Nachmittag zwischen AS Rosenheim (102) und AS Rohrdorf (103).

Zwischen AS Rohrdorf (103) und AS Achenmühle (104), etwa 1 km östlich der Raststätte Samerberg.

Blick von einer Brücke bei Umrathshausen Richtung Osten.

Bei Umrathshausen, etwa 2 km östlich der AS Frasdorf (105), Blick nach Westen.

Der 7,5%-Abstieg westlich der AS Bernau am Chiemsee; die aufsteigende Fahrbahn hat eine deutlich geringere Steigung, wodurch die beiden Richtungsfahrbahnen stark versetzt sind. Bis in die 1970er-Jahre war dieser Bereich mit Kopfsteinpflaster versehen und hatte beidseitig nur je 2 Fahrstreifen.

Blick von der gleichen Brücke wie zuvor, jedoch Richtung Nordosten zum Chiemsee.

Noch einmal die Brücke von zuvor, jedoch Blick nach Osten zur AS Bernau am Chiemsee (106).
Entlang des Chiemsees verläuft die Autobahn in der Ebene und bietet wenig Reize, zudem hier die A8 Mitte der 1990er-Jahre erneuert wurde (je 2 Fahrstreifen + Standstreifen).

Etwa 1 km östlich der AS Grabenstätt (109); Blick nach Osten.

Die Raststätte Hochfelln; östlich davon die AS Bergen (110).

Unmittelbar östlich der Raststätte Hochfelln und der AS Bergen folgt der Talübergang Bergen als größtes Bauwerk der A8 zwischen Rosenheim und Grenze (Länge 345 m, Höhe 35 m).

Versetzte Fahrbahnen westlich der AS Schweinbach (111).

Knapp westlich der AS Schweinbach (111).

Östlich der AS Traunstein/Siegsdorf (112) beginnt der "Reichsautobahn-Sparquerschnitt". Die Autobahnbreite verringert sich von 24 m auf 17 m. Der Mittelstreifen reicht gerade zur Aufstellung der Leitplanken. Auf dem Bild sieht man, dass bei Brückenerneuerungen (hier aber nur ein einfacher Durchlass) auf die künftige Ausbaubreite Rücksicht genommen wurde.

Etwa 2,5 km westlich der AS Neukirchen (113).

Etwa 1 km westlich der AS Neukirchen (113).

Blick von der gleichen Brücke wie zuvor, jedoch nach Osten; Hier gab es einen der wenigen Parkplätze im gesamten Abschnitt mit "Original-Design" der 1930er-Jahre ohne Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen (wurde im Sommer 2004 gesperrt).

1,5 km östlich der AS Neukirchen (113) mit Blick nach Westen.

Blick von der gleichen Brücke wie zuvor, jedoch nach Osten; die Atzlbachbrücke wurde im Sommer 2003 umfangreich saniert. Von hier ist es noch 17 km bis zur Grenze - landschaftlich sehr reizvoll, aber mit wenigen Brücken über die Autobahn. Schöne Bilder kann man hier nur auf der Autobahn machen >>>
Bilder von einer Fahrt von München zur Grenze Walserberg
 

zuletzt geändert: 25.09.2004


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