Die Linzer Stadtautobahn


Die einzige "richtige" Stadtautobahn in Österreich ist die A7 in Linz. Die ursprünglichen Pläne der "Reichsautobahnen" sahen nur vor, nach Linz einen etwa 5 km langen Zubringer zu bauen. Im Fernverkehr sollte Linz dagegen im Osten umfahren werden.
Ende der 1950er-Jahre begann die Stadt Linz, einen Schnellstraßenring im engeren Stadtbereich zu errichten. Dringlich schien dieses Projekt vor allem im östlichen Stadtbereich, da die zahlreichen angesiedelten Industriebetriebe eine zeitgemäße Straßenanbindung benötigten.
1961 begann der Bau einzelner Abschnitte, die zwar getrennte Richtungsfahrbahnen aufwiesen, aber bis auf weiteres auch von Radfahrern und landwirtschaftlichen Fuhrwerken benützt werden durften. Erst mit der Fertigstellung des schon von den "Reichsautobahnen" begonnenen Zubringers wurden die Abschnitte am 1. Oktober 1964 zu Autostraßen erklärt, blieben aber Stadtstraßen.
1968 übernahm sie der Staat als Schnellstraßen. Der Ausbau wurde fortgesetzt und mit dem Bundesstraßengesetz 1971 wurde die A7 geschaffen.

Da die heutige A7 im Linzer Stadtgebiet ursprünglich nicht als Autobahn gebaut wurde, gibt es hier einige Kuriositäten:

Bilder von einer Fahrt durch Linz von Süden nach Norden
Aufnahmen vom Sommer 2003

 
Nachfolgende (blau hinterlegte) Bilder zeigen den Abschnitt "Bindermichl" vor dem Beginn der Bauarbeiten der Unterflurtrasse im August 2003.
  Bilder vom Bau der Unterflurtrasse

Auffahrt von der B1 "Salzburger Straße" von Links auf die A7.

Bis vor etwa 15 Jahren hatte der von links (der B1) kommende Verkehr sogar Vorrang!

Vor der Anschlussstelle "Muldenstraße" verengte sich die Fahrbahn - ein "beliebter" Staupunkt.

Im Bereich der Anschlussstelle "Muldenstraße" gab es keinen Standstreifen, da hier nur die alte Stadtstraße in den 60er-Jahren verbreitert wurde.

Damit die von rechts kommenden Fahrzeuge einigermaßen gefahrlos nach links kreuzen können, gab es hier Tempo 60 mit Radarüberwachung. Das war sehr effektiv.

1990 wollte man aus Gründen der Sicherheit und zur Erhöhung der Kapazität dieses Kreuzen von rechts nach links durch ein Sperrlinie abstellen. Die Bewohner eines ganzen Stadtteils hätten aber dadurch erheblich Umwege machen müssen, um ins Stadtzentrum zu gelangen.

"Ostbrücke" über den Güterbahnhof vor dem VOEST-Knoten.

Halbanschlussstelle "Industriezeile".

Anschlussstelle "Prinz-Eugen-Straße".

Auf den beiden Signalbrücken befinden sich Geräte zur Erfassung der LKW-Maut:
Auf der 1. Brücke: Sendeempfänger zur Abbuchung (kleine Kästchen) und Laserscanner zur automatischen Erkennung der Fahrzeugart und -größe
Auf der 2. Brücke: Kameras zur Erkennung der Kennzeichen (um sie mit den Abbuchungsdaten vergleichen zu können).

Vor der Donauquerung "verliert" die Autobahn ihren Standstreifen; aus Platzmangel wurde beim Bau der ursprünglich vorgesehenen Schnellstraße verzichtet.

Auf der VOEST-Brücke (Schrägseil-Hängebrücke) quert die A7 die Donau.

Beiderseits der Brücke liegen stark frequentierte Anschlussstellen, was fast täglich im Stoßverkehr zu Staus führt.

Am Nordende der VOEST-Brücke folgt eine enge Schleife (mit ca. 150 m Radius die zweitengste im österreichischen Autobahnnetz).

Die folgende Strecke ist relativ breit. Nach der Anschlussstelle "Linz-Dornach" geht es hoch in das Mühlviertel (150 Höhenmeter auf 4 km).
 
Bilder in der Gegenrichtung (von Norden nach Süden)
Bilder vom Abschnitt bis zum Autobahnende in Unterweitersdorf
Aufnahmen vom Herbst 2004

Nach Linz geht es eine lange Steigung bis auf eine Hochebene.

Kurz vor dem Autobahnende wird eine Raststätte errichtet.

Das seit 1982 provisorische Autobahnende ist mittlerweile definitiv. Die A7 soll aber in wenigen Jahren als S10 bis zur tschechischen Grenze weiter geführt werden.
Weiter geht es auf der B310

zuletzt geändert: 02.12.2004


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