Die Linzer Stadtautobahn


Der Ausbau am "Bindermichl"
Die A7 im Bereich des "Bindermichl" (benannt nach einem früher dort stehenden Bauernhof) stellt schon seit den frühen 80er-Jahren das Nadelöhr für den Verkehr in Linz dar. Hier verflechten sich mehrere Verkehrsströme auf einem nur 1,5 km langen Abschnitt. Die durchschnittliche Verkehrsdichte erreicht knapp 100.000 Fahrzeuge an Werktagen; und das auf nur 4 durchgehenden Fahrstreifen.
Anfang der 60er-Jahre wurde hier nur eine neue städtische Ausfallstraße errichtet, die später mehr schlecht als recht zu einer Autobahn ausgebaut wurde. Die Einsicht reifte erst langsam, dass ein Ausbau der Autobahn in diesem Abschnitt ein aufwändiges Unterfangen werden würde.
Anfang der 90er-Jahre formierten sich die Anwohner der Autobahn am "Bindermichl" und verlangten, die Autobahn solle im Zuge eines Ausbaus unter die Erde verlegt werden. Die Idee erschien zuerst reichlich verwegen. Mit den Jahren gewann die Idee einer überdeckten Autobahn aber immer mehr Freunde auch in der Politik, sodass 1996 die Detailplanung dafür eingeleitet werden konnte. Im August 2003 begannen die Bauarbeiten.
Videoanimationen von Fahrten durch die künftige Tunnelstrecke
Eröffnung des 1. Bauabschnitts am 19. Dezember 2004

Aufnahmen von Mitte Januar 2004:


Setzen der Betonpfähle für die Tunnelwände und Betonieren der Tunneldecke.
 
Aufnahmen von Ende Februar 2004:

Betonieren der Tunneldecke im mittleren Abschnitt der Oströhre.

Setzen der Betonpfähle für die Tunnelwände im Bereich des nördlichen Tunnelportals der Oströhre.

Künftiger nördlicher Portalbereich von der jetzt stillgelegten Rampe der Beziehung A7-Süd > Zentrum gesehen.

Knoten Linz-Hummelhof von stillgelegten Rampe der Beziehung A7-Süd > Zentrum gesehen. Der Verkehr Richtung Zentrum wird provisorisch umgeleitet. Links wird eine neue Direktrampe für die Beziehung A7-Nord > Zentrum errichtet.

Der Zubringer Richtung Zentrum (Westbrücke) von der stillgelegten Rampe der Beziehung A7-Süd > Zentrum gesehen.

Die ehemalige Rampe der Beziehung A7-Süd > Zentrum wird abgetragen und verändert neu errichtet.

Rampen über die Hanuschstraße: Im Hintergrund die Rampe Zentrum > A7-Süd in Bau (Verkehrsführung über eine Behelfsbrücke), in Bildmitte die Rampen A7-Nord <> Zentrum, oben die stillgelegte Rampe A7-Süd > Zentrum.

Die neue Rampe der Beziehung A7-Nord > Zentrum wird auf einem Stahlgerüst hängend und abschnittsweise gebaut, um den Verkehrsfluss darunter möglichst wenig zu beeinträchtigen.

"Hängende Schalung"

Während beim Tunnel Bindermichl die beiden Fahrbahnhälften zeitlich getrennt errichtet werden, muss die 2. Überbauungsstrecke im Bereich Niedernhart wegen der engen Platzverhältnisse neben der unter Verkehr stehenden A7 gebaut werden.

Das östliche Portal der Überbauung Niedernhart kommt schon in den Bereich der Hochstraßenstrecke bei der Anschlussstelle Wiener Straße zu liegen. Hier steht der Tunnel auf Säulen und wird eine "Haube" über die Autobahn bilden.

Die "Haube" über die Brücke dürfte in Europa ziemlich einzigartig sein.

Zuerst werden die Tunnelwände hochgezogen.

An der Nordseite ist es besonders eng, was den Einsatz einer speziellen Gleitschalungsvorrichtung erfordert.
 
Aufnahmen von Mitte März 2004:

Hochsaison auf der Baustelle.

Für viele vor allem ältere Bürger ist das Treiber auf Baustelle eine willkommene Abwechslung.

Nach Fertigstellung der Tunneldecke wird der Hohlraum darunter freigeschaufelt.
 
Aufnahmen von Anfang April 2004:

Betonieren der Tunneldecke.

Zu sehen sind auch schon die künftigen Ein- und Ausfahrten der Anschlussstelle Muldenstraße.
 
Aufnahmen von Mitte Juni 2004:

Fertig von Erdreich frei geräumter Tunnelabschnitt Süd.

Und oben konnte bereits die Schüttung auf dem Tunnel beginnen.

Zwischen den Ein- und Ausfahrten der künftigen Anschlussstelle Muldenstraße wird ein großer Kreisverkehr errichtet.
 
Aufnahmen von Anfang August 2004:

Die beiden künftigen Einfahrten der Anschlussstelle Muldenstraße in Richtung Norden. Für den Verkehr auf der Muldenstraße wurde ein Teil des Tunnels ausgespart, um die Sperre dieser wichtigen Stadtstraße kurz halten zu können.

Auch bei der Einhausung Niedernhart stehen schon die äußeren Tunnelwände. Für die mittleren Wände laufen die Fundamentierungsarbeiten.
 
Aufnahmen von Ende August 2004:

Nach Fertigstellung der Brücke im Vordergrund konnten der Verkehr in Richtung Stadtzentrum darauf verlegt werden. Der Abriss der beiden letzten alten Brücken erfolgte.
 
Aufnahmen von Ende Oktober 2004:

Das nördliche Tunnelportal der Oströhre.

Für den Bau der infolge der komplexen Verkehrsführung notwendigen Zwischenwände der künftigen Einhausung Niedernhart musste der Verkehr mehrmals umgelegt werden.
 
Aufnahmen von Anfang Dezember 2004:

Wenige Tage, bevor der gesamte Verkehr in die östliche Röhre der Unterflurtrasse verlegt wurde.
Eröffnung des 1. Bauabschnitts am 19. Dezember 2004
 

 zuletzt geändert: 26.12.2004


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