Die Donauufer-Autobahn


Seit über 100 Jahren fließt die Donau im Bereich Wien in einem schnurgeraden Flussbett, das von einem breiten Überschwemmungsgebiet gesäumt wird (hier in den 1980er-Jahren Anlage der "Donauinsel" als größtes Naherholungsgebiet von Wien).
Es war daher nahe liegend, entlang der Donau eine Autobahn anzulegen, die in den 1970er- und 1980er-Jahren stückweise entstand. Infolge einer sehr ambitionierten Stadtentwicklung in den Wiener Bezirken jenseits der Donau gewann diese Autobahn an Bedeutung und wurde in großen Bereichen überbaut.
Bilder von einer Fahrt von Stockerau bis Wien-Kaisermühlen
(von Norden nach Süden)
Aufnahmen vom Herbst 2003

Beginn der A22 bei Stockerau in NÖ (hier Übergang zur B303).

Die heutige A22 im Bereich Stockerau entstand Ende der 1960er-Jahre als S3 und hat daher einen engeren Querschnitt mit streckenweise sehr schmalen Standstreifen.

Die A22 führt zwischen Stockerau und Korneuburg fast geradlinig durch den Auwald der Donau.

Ab der Anschlussstelle Korneuburg ist die A22 6-streifig und ab der Anschlussstelle Wien-Strebersdorf "Stadtautobahn" mit Tempolimit 80 km/h.

Rampen der Anschlussstelle Wien-Strebersdorf.

Zur leichteren Erreichbarkeit des Naherholungsgebietes "Donauinsel" wurden zwei Grünbrücken gebaut.

Die "Nordbrücke" hat als nördlichster Wiener Donauübergang eine herausragende Bedeutung. Sie ist als Autostraße mit Autobahnquerschnitt gebaut und leitet den Verkehr auf den "Gürtel" als wichtigste Ringstraße von Wien. Ursprünglich eine Bahnbrücke, wurde sie 1962-1964 zur Straßenbrücke umgebaut und 1995-1997 erneuert bzw. erweitert. Mehr zur wechselvollen Brückengeschichte: http://www.magwien.gv.at/ma29/donaubr/nordbr/index.htm

Kurz nach der "Nordbrücke" folgt die "Floridsdorfer Brücke". Sie hat vier Fahrstreifen und zwei Straßenbahngeleise und wurde 1946 nach Kriegszerstörung neu errichtet. Mehr dazu: http://www.magwien.gv.at/ma29/donaubr/flobr/index.htm

Anschlussstelle "Floridsdorfer Brücke".

Kurz nach der "Floridsdorfer Brücke" quert die Schnellbahn auf einer eigenen Brücke die Donau und die A22. Danach folgt eine Grünbrücke.

Die "Brigittenauer Brücke" sollte einmal den Verkehr der Nordautobahn aufnehmen und wurde 1980-1982 daher 6-streifig mit großzügigen Rampen ausgeführt. Heute ist sie ein Torso und nur bei Überlastung der anderen Brücken eine Ausweichroute. Mehr dazu: http://www.magwien.gv.at/ma29/donaubr/brigitbr/index.htm

Links im Bild der Andromeda Tower (113 m), Bildmitte Ares Tower (100 m), dahinter mit Spitze Hochhaus "Neue Donau " (150 m).

Im Bereich des "Vienna International Centers" (UNO-City, Konferenzzentrum) sollte in den 1980er-Jahren ein Gelände für die Abhaltung einer Weltausstellung geschaffen werden. Dazu wurde die A22 auf über 2150 m Länge überbaut (allerdings waren schon zuvor 850 m überbaut). Eine Volksabstimmung in Wien machte die EXPO-Pläne zunichte. Seitdem entsteht auf der "Platte" ein Geschäftszentrum mit Hochhäusern. Mehr zur Überplattung: http://www.magwien.gv.at/ma29/platt/plattung.htm

Im Kaisermühlentunnel gibt es seit Sommer 2003 "Section Control", d.h. alle Fahrzeuge werden an der Einfahrt und Ausfahrt digital fotografiert. Durchfährt ein Fahrzeug mit etwas mehr als 80 km/h Durchschnittstempo den Tunnel, werden die Bilder der Polizei zwecks Strafverfolgung übermittelt.

A22 in Tieflage südlich des Tunnel Kaisermühlen.

Knoten Kaisermühlen mit Auffahrt zur A23.
 
Bilder in der Gegenrichtung (von Süden nach Norden)
"Außenansichten" der A22
 

zuletzt geändert: 01.05.2005


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