Die Tauernpässe



Mitten in Österreich gelegen, waren die Tauern ein stets schwer zu überwindenden Hindernis. Wegen der Schroffheit des Gebirges konnten nur Saumpfade angelegt werden. Bis vor 35 Jahren gab es zwischen Brennerpass und Radstädter Tauern auf gut 150 km keinen befahrbaren Weg über die Alpen. Erst 1967 wurde daher die Felbertauernstraße gebaut, die in einem 5.281 m langen Tunnel die Hohen Tauern unterquert.
Die Tauernübergänge:
Übergang Höhe [m] Str.-Nr.
Krimmler Tauern 2.633 Saumpfad heute noch für Viehtrieb verwendet
Felber Tauern 2.481 Saumpfad

Felbertauerntunnel

1.652

B108

seit 1967 bestehend

Hochtor (Großglockner-Hochalpenstraße)

2.576
(2.504)

B107

vor dem Bau der Hochalpenstraße 1935 wichtiger Saumpfad

Mallnitzer Tauern 2.446 Saumpfad in der Zeit den Goldbergbaus im Rauriser Tal von Bedeutung
Korntauern (Hoher Tauern) 2.450 Saumpfad
Arlscharte 2.252 Saumpfad

Tauerntunnel

1.340

A10

    Katschberg

1.641

B99

    Laußnitzsattel (siehe Geschichte) 1.695 Saumpfad ehem. Römerstraße, heute Almweg
Murtörl 2.260 Saumpfad
Haselloch 2.160 Saumpfad
Taferlscharte 2.236 Saumpfad

Radstädter Tauern

1.738

B99

ehem. Römerstraße

Oberhüttensattel 1.866 Saumpfad
Znachsattel 2.059 Saumpfad
Lignitzhöhe 2.205 Saumpfad

Sölkpass

1.788

Landesstr.

ehem. Saumpfad
Glattjoch 1.988 Saumpfad

Triebener Tauern

1.274

B113

ehem. Römerstraße

Während die meisten Übergänge über die Hohen Tauern bis in unser Jahrhundert nur als Saumpfad dem Verkehr dienten, wurden Radstädter und Triebener Tauern schon von den Römern als Fahrstraße ausgebaut.
Der Radstädter Tauern (1739 m) ist seit jeher der wichtigste Tauernpass, da der nächste befahrbare Alpenpass östlich des etwa 155 km entfernten Brenners ist. Schon die Römer bauten hier im 2. Jahrhundert eine leistungsfähige Fernstraße über die Alpen, wovon zahlreiche Meilensteine an der Strecke zeugen. Erst der Bau des Felbertauerntunnel 1967 und der Tauernautobahn 1975 machten den Radstätter Tauernpass zu einer - noch immer stark befahrenen - Touristen- und Ausweichstrecke.
 

Der Sölkpass (1788 m) in den Niederen Tauern in der Steiermark verbindet das Ennstal mit dem Murtal, ist jedoch nur von Mai bis November geöffnet.

Die Straße ist nicht besonders spektakulär, dafür ist die Landschaft umso schöner und fast menschenleer. Die Straße ist relativ schmal, obwohl die beiden Rampen mit ihren Kehren inzwischen schon gut ausgebaut sind. Wegen des geringen Verkehrs und der vielen Kruven wird diese Straße von vielen Motorradfahrern geschätzt.
 

Foto folgt

Die Straße über Triebener Tauern (1274 m) besteht wie jene über den Radstätter Tauern zumindestens seit der Römerzeit. Da die Nordrampe noch immer sehr steil (17%) und die Südrampe kurvenreich ist, ist der Güterverkehr eingeschränkt und wird sie von eiligen Autofahrern gemieden.
 
1921 beschloss man, über das Hochtor (2504 m) in den Hohen Tauern eine Touristenstraße zu bauen, die 1935 eröffnet wurde. Die Großglockner- Hochalpenstraße wurde gebaut, um den aufkeimenden Fremdenverkehr zu fördern und in den Zeiten der schweren Wirtschaftskrise der 20er-Jahre den Leuten Arbeit zu geben.


<<< Blick von der Edelweißspitze (2571 m) zum Fuschertörl.
<<< Der höchste Punkt der Hauptstrecke wird am Tunnel unter dem Hochtor mit 2504 m errreicht (im Bild oben), wo auch die Landesgrenze zwischen Kärnten und Salzburg verläuft. Ab dem Fuscher Törl gibt es jedoch eine 2 km lange, kehrenreiche Straße zur Edelweißspitze (2571 m), womit der höchste mit Auto anfahrbare Punkt der Hohen Tauern erreicht ist.
Auf Kärntner Seite verläuft eine Stichstraße zur Franz-Josefs-Höhe (2369 m) an der Pasterze, dem größten Gletscher der Ostalpen. Jenseits des Gletschers erhebt sich Österreichs höchster Berg, der 3798 m hohe Großglockner.
Links:

http://www.grossglockner.at (über die Großglockner-Hochalpenstraße)

http://www.felbertauernstrasse.at (über die Felbertauernstraße)

horizontal rule

[nach oben]     [einmal zurück]     [Verkehrs-Notizen]     [Homepage]