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Der Gotthard
und andere Pässe der Zentralschweiz |


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Schweizer Alpen sind im Durchschnitt um gut 1000 m höher als die
Ostalpen, was sich auch an den Pässen zeigt. Nahezu alle Alpenübergänge
der Schweiz liegen über 2000 m. Damit kommt man deutlich über die
Baumgrenze, was in früheren Zeiten den Verkehr stark einschränkte
(Schnee, Lawinen).
Heute haben die Alpenpässe der Schweiz
hauptsächlich touristische Bedeutung. Unter den für den Handelsverkehr
wichtigsten Pässen wurden inzwischen Tunnels errichtet, um einen
ganzjährige Verkehr zu ermöglichen.
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Der
bedeutendste Alpenübergang der Schweiz war und ist der St. Gotthard Pass. Zwar
ist auch hier eine Höhe von nahezu 2000 m zu überwinden, jedoch nur hier
treffen mit dem Urner Tal im Norden und dem Tessin im Süden zwei tief
eingeschnittene Täler
ganz nahe zusammen. Nirgendwo sonst in den Alpen ist eine Überquerung der
Alpen kürzen, wenn nicht die Höhe (2108 m) den Verkehr über den Pass
den größten Teil des Jahres verhindern würde. Selbst am viel
niedrigeren Brennerpass sind die Zufahrtswege wesentlich länger. |
Airolo
im Tessin am Südende der eigentlichen Passstraße über den Gotthard.
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Die alte Straße durch das Val Tremola. |
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| Die früher
engste Stelle der alten Gotthardstraße bei Bischina im Tessin
(heute mit Tunnel umfahren) |
Während
von Uri herauf die eindrucksvolle Schöllenen-Schlucht passiert werden
muss (siehe unten), führte die ursprüngliche Südrampe durch das Val Tremola. Auch
heute kann den Reisenden bei Schönwetter unbedingt empfohlen werden, die
alte Pflasterstraße zu benützen. Im Hintergrund ist die moderne
Bundesstraße A2 zu sehen. |
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| Die
Passhöhe des St. Gotthard ist eher enttäuschend - eine Einöde
mit viel Geröll. |
Auf der
Nordrampe des Gotthard legt die Straße eine "Pause" ein. Auf
der Hochebene von Andermatt treffen in einzigartiger Weise 2 Talachsen der
Alpen aufeinander: Östlich führt der Oberalppass (2044
m) in das Rheintal. Und westlich geht es über den Furka (2431 m - siehe
unten) ins Rhonetal. |
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| Zwischen
Göschenen (Norportal des Gotthardtunnels) und Andermatt müssen
etwa 350 Höhenmeter durch die Schöllenenschlucht überwunden
werden. |
Die
Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht galt als Schlüsselstelle
der alten Gotthardstraße. |
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Von Andermatt
Richtung Westen führt die Furka-Passstraße nicht sehr steil und
mit wenig Kehren zur Passhöhe (2431 m).
Unten im Tal sieht man die alte Furka-Bahnlinie, die bis zum Bau des
Furka-Basistunnels (15.381 m lang) 1982 für
den regulären Zugverkehr genutzt wurde und heute als Museumsbahn im
Sommer in Betrieb ist. Die Passhöhe wird von der Bahn in einem 1874
m langen Scheiteltunnel durchquert. |
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Bilick von
der Furka-Passhöhe ins obere Rhonetal: Man sieht die höchsten Gipfel des
Berner Oberlandes (max. 4274 m Finsteraarhorn). Nicht mehr sichtbar
ganz rechts läge der Rhonegletscher mit der Quelle der Rhone. Auf der gegenüberliegenden
Talseite steigt die Straße zum Grimselpass (2165 m) empor. Jenseits
dieses Passes gelangt man ins Gadmertal und kann gleich nach rechts
zum Sustenpass weiterfahren. |
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| Auffahrt zum
Sustenpass (2224 m) mit Steingletscher am Fuße des Sustenhornes
(3503 m). |
Vom
Sustenpass geht es ins wunderbare Maiental, an dessen Ostende im
Pfaffensprung (einer Geländestufe) das Urner Reusstal erreicht wird. |
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Blick auf den
Fünffingerstock (2994 m) bei der Abfahrt vom Susten (2224 m)
nach Uri.
Gotthard, Furka, Grimsel und Susten ergeben eine höchst eindrucksvolle Pässerundfahrt, die an einem Tag
gemütlich zu bewältigen ist. Die Straßen sind meist gut ausgebaut, wenn
auch manchmal schmal; der Verkehr ist selbst bei Bilderbuchwetter
verhältnismäßig gering. Für Eilige ist diese Pässetour sowieso nichts -
bei rund 200 Kehren und fast 10.000 Höhenmeter an einem Tag! |
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| Links:
http://www.gotthardtunnel.ch
(Allerlei über den Gotthard-Pass und -Tunnel)
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