Rundfunksender in Österreich



 
Pfaffenwald bei Klagenfurt, Kärnten
 

Bilder vom April 2007


Einer von seiner Vorgeschichte bemerkenswertesten TV-Umsetzer in Österreich steht im Pfaffenwald, einem ausgedehnten Waldgebiet südöstlich von Klagenfurt.

Hier steht auf einem Hügel mitten im Wald nämlich ein ehemaliger Mittelwellensendemast. Der 122 m hohe Fachwerkmast (Gesamthöhe mit aufgesetzten TV-Antennen heute 126 m) stammt aus den USA und wurde mit einem zweiten gleichartigen Mast 1952 für die Radiostation "Rot-Weiß-Rot" der US-Besatzungszone auf dem Wilhelminenberg in Wien errichtet. Dort war an der Antennenanlage ein 100 kW-Sender bis zum 28. Juli 1955 auf 755 kHz in Betrieb, danach für das 2. Programm des Österreichischen Rundfunks bis zum 17. August 1959 auf 584 kHz. Nach Inbetriebnahme der neuen Anlage am Bisamberg wurde die Sendeanlage am Wilhelminenberg abgebaut und einer der beiden Masten kam im Pfaffenwald wieder zur Aufstellung. Der 2. Mast wurde 1962 in Mariapfarr im Lungau aufgebaut, wo er bis 1980 mit einem 5 kW-Sender auf 1025 bzw. 1026 kHz in Betrieb war.


Gesendet werden ORF1 (E26) und ORF2 (E36) mit je 5 kW. Für die Signalzuführung vie Ballempfang bestehen Antennen, die sowohl Richtung Dobratsch als auch Richtung Koralpe zeigen.


Neben dem ORS-Senderhaus gibt es noch 2 weitere Betonhäuschen für Sender anderer Funkdienste...


...die den Mast als Antennenträger benützen.


Das sorgt für reichlich Verkabelung im Gittermast. Die Kantenlänge des Mastes beträgt nicht ganz 1 m - es sind wohl 36 Zoll wegen der amerikanischen Herkunft.


Der Mastfuß wurde gegenüber der "Mittelwellenzeit" nicht verändert, nur dass man heute keinen Fußpunktisolator mehr benötigt, d.h. der Mast steht auf einer nur etwa 10 cm großen Kreisfläche...


...und wird durch insgesamt 9 Abspannseile in 3 Ebenen aufrecht gehalten.


Eines der 3 Betonfundamente, die als Ankerpunkte für die Halteseile dienen.
 

letzte Änderung: 21.04.2007

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