|
|||||
|
|||||
|
|||||
|
Etwa
1500 bis 2000 m unter
dem Gemeindegebiet von Sattledt
liegen insgesamt 5 Ölfelder, deren Erschließung 1970
begann. Am Höhepunkt der Ölförderung 1975 wurden aus etwa 30
Bohrlöchern rund 100.000 Tonnen Rohöl im Gemeindegebiet gefördert. Da sich das Ölfeld Sattledt – nach Voitsdorf das zweitgrößte in OÖ. – genau unter dem Ort befindet, ist Sattledt wie kaum eine andere Gemeinde in OÖ. durch die Ölförderung geprägt. Allerdings gehen die Reserven langsam zur Neige. |
![]() |
||||
![]() |
Im Gemeindegebiet
waren im Sommer 2003
noch 8 Pumpen in Betrieb, deren Förderung insgesamt weniger als 10.000
Tonnen jährlich beträgt. |
||||
|
In Sattledt wird
aber auch Erdgas gefördert. Einmal lagert auf den meisten Erdölfeldern
eine "Gasblase", zum anderen befinden sich große Gasvorkommen
in relativ geringer Tiefe (630 bis 1000 m). Die Förderung erfolgt derzeit
aus 8 Sonden im Gemeindegebiet, welche allerdings im Gegensatz zu den
Ölpumpen kaum in der Landschaft auffallen. Das Gas muss, bevor es in das öffentliche Netz eingespeist wird, noch von Begleitgasen (Propan, Schwefelwasserstoffe, Stickstoff, Kohlendioxid…) und Wasserdampf gereinigt werden, sodass fast reines Methangas an die Verbraucher gelangt. |
|
||||
![]() |
Erschließung eines Erdgasfeldes bei Großendorf 1997: Die hier verwendeten Bohranlagen können bis Tiefen von 4000 m eingesetzt werden. Das weltweit meist eingesetzte Rotary-Verfahren beruht darauf, dass ein an einem langen Rohr – dem Bohrgestänge – ein Rollenmeißel (ein mit Zahnrädern besetzter Fräser) in Drehung versetzt wird. Durch das Bohrgestänge wird mit hohem Druck eine dicke Spülflüssigkeit nach unten gepresst. Sie tritt am Meißel aus, kühlt ihn und befördert das lose Gesteinsmaterial – Schmant genannt – nach oben. Die Dauer einer Bohrung bis zum Urgestein (hier etwa 2000m tief) würde etwa 20 Tage benötigen. Die Kosten würden sich auf eine Million Euro belaufen. |
||||
| zuletzt geändert: 14.05.2011 |
| [nach oben] [einmal zurück] [Homepage] |