Geologischer Schnitt durch
das Voralpenland bei Sattledt


Das gesamte oö. Voralpenland bildet ein Becken, dessen Urgesteinsboden in Süd-Nord-Richtung ansteigt. Das Urgestein (= Granit) wird im Raum Wels bei etwa 1000 m Tiefe angetroffen, in Sattledt sind es etwa 1800 m, in Voitsdorf 2200 m. Knapp darüber finden sich die großen Erdölvorkommen, die in porösen Sandsteinschichten eingeschlossen sind, welche von darüber liegenden Tonschichten abgedichtet werden. Durch Verschiebung der Bodenschichten in Vertikalrichtung entstanden so genannte Stratigraphische Fallen, in denen sich das Öl sammelte.

Um Sattledt findet sich eine relativ komplizierte Struktur. Ein Vielzahl von Verschiebungen haben zu einer Teilung des Ölfeldes geführt. Die wesentliche Öl führende Schicht wird dem Obereozän (Erdzeitalter vor 40-36 Mill. Jahren, in der Grafik gelb vertikal schraffiert) zugerechnet. Das Öl dürfte aber vor etwa 35 Mill. Jahren unter den Alpen entstanden sein, wurde in der Folge von dort heraus gepresst und breitete sich in der Sandsteinschicht des Obereozäns Richtung Norden aus, bis es sich dann an den Bruchlinien staute und sammelte. In nur 500 bis 1000 m Tiefe liegen umfangreiche Gasvorkommen, die der so genannten Haller Serie (in der Grafik lila) zugerechnet werden.
Während Öl und Begleitgas in den tieferen Schichten durch thermische Prozesse – in Folge des großen Drucks der darüber liegenden Gesteinsschichten – entstanden sind, wurde das Gas der Haller Serie an Ort und Stelle durch bakterielle Zersetzung organischer Stoffe gebildet. Dies geschah vor etwa 20 Mill. Jahren, womit diese Vorkommen als sehr jung gelten.

zuletzt geändert: 23.01.2001

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